Archiv für den Monat September 2013

Der Parasit oder Die Kunst sein Glück zu machen

Herbst bei Le Jour Femme in OberkasselEin Lustspiel in fünf Auszügen nach dem Französischen des Picard übersetzt von Friedrich Schiller

Machtwechsel im Ministerium: Narbonne, der neue Chef, soll mit alten Seilschaften, Korruption und Trägheit aufräumen. Der aufstrebende Selicour will der Erste sein, der sich dem Minister unabdingbar macht. Durch Intrigen vertreibt er seine Konkurrenten aus dem Vorraum zur Macht, mit seinem Charme versucht er die Mutter des Ministers und Charlotte, die Tochter des Chefs, zu bestechen. Doch da kommen ihm ein aufrechter Büroangestellter, ein verliebter Lyriker und zwei Gestalten aus seiner provinziellen Vergangenheit in die Quere. Selicour, der Spieler und charmante Performer, muss sein ganzes Talent aufbringen, um es allen recht zu machen und gleichzeitig am Ende allein als Sieger hervorgehen zu können. Louis-Benoît Picards Sozialkomödie Der Parasit entstand 1797, einer Zeit, in der die junge französische Demokratie die moralischen Maßstäbe neu formulieren musste. In Schillers kongenialer Übersetzung ist das Stück ein sarkastischer Spiegel des Politikbetriebs.

Premiere am Freitag, den 13. September 2013

Advertisements

Theaterfest im Großen Haus

Gleich zur Eröffnung der neuen Spielzeit begrüßt das Düsseldorfer Schauspielhaus sein Publikum mit einem Theaterfest im Großen HausMaske_Schauspiel
Verschiedene Abteilungen des Theaters stellen sich an diesem Nachmittag vor: Die Kostüm- und Maskenabteilung versteigert Kostüme aus dem Theaterfundus und präsentiert ein Programm für Kinder mit Verkleiden und Schminken; Führungen bieten einen Blick hinter die Kulissen und eine eindrucksvolle Technik-Show zeigt die technischen Möglichkeiten der großen Bühne.
Höhepunkt des Theaterfestes ist die Preisverleihung des diesjährigen Gustaf-Theaterpreises: Der Freundeskreis des Düsseldorfer Schauspielhauses und die Rheinische Post verleihen gemeinsam die mit ins gesamt 8000 Euro dotierten Auszeichnungen in den Kategorien Beste Schauspielerin, Bester Schauspieler und Beste/r Nachwuchsschauspieler/in an die vom Publikum ausgewählten Kandidaten.

Wähle Worte mit Bedacht

Vijay und ich – My Friend Vijay


(My Friend Vijay) Belgien/Deutschland Luxemburg 2013 – 96 Min. – Regie: Sam Garbarski. Mit Moritz Bleibtreu, Patricia Arquette, Michael Imperioli
Will (Moritz Bleibtreu), der glücklose Schauspieler einer Kindersendung ist frustriert. Er ist talentiert, aber spielt jetzt schon mehrere Jahre im Hasenkostüm in der amerikanischen TV-Kinderserie. Es kommt auch noch Pech dazu und Will gerät in einen Autounfall. Als er wieder zu Hause ist, sieht er im Fernsehen, wie er fälschlicherweise für tot erklärt wird. Angestachelt durch diese Steilvorlage seines falschen Sterbens erlaubt er sich einen Streich und erscheint als Inder verkleidet auf seiner eigenen Beerdigung. Die Situation wird allerdings kompliziert, als sich seine Ehefrau und vermeintliche Witwe (Patricia Arquette) in den mysteriösen Inder (wieder-)verliebt. Er fängt an die Rolle zu genießen und es kommen starke Zweifel über sein bisheriges Leben auf, dennoch genießt er das Leben als indischer Gentleman.