Archiv für den Monat März 2013

Hoffmanns Erzählungen

Hoffmanns Erzählungen zeigt einen Künstler auf der Suche nach dem Idealen – nach dem idealen Leben, dem idealen Menschen, der idealen Sicht auf den Menschen. Gleichzeitig wird diese Suche gebrochen von der scheiternden Existenz des Suchenden selber. Markus Bothe

Auch Dichter haben ganz reale Nöte. Hoffmann zum Beispiel, den berühmten Erzähler, peinigt die unglückliche Liebe zu einer Sängerin. Und weil Alkohol auch im 19. Jahrhundert schon der kürzeste Weg zur Lösung der Probleme war, greift Hoffmann zur Flasche. Doch statt dumpfer Erlösung katapultiert der Rausch Hoffmann in eine fantastische Reise, er wird zum Protagonisten seiner erfundenen Welten, in denen die Kategorien von echt und falsch, von Natur und Konstruktion radikal in Frage gestellt werden. Er begegnet der mechanischen Olympia, muss Antonia noch einmal singend sterben sehen und verliert sein Spiegelbild.
Jacques Offenbachs Oper Hoffmanns Erzählungen war dessen letztes Werk und blieb unvollendet. Ein Fragment über einen Dichter mit einer fragmentarischen Biografie. Der «echte» Hoffmann war Feuilletonist, Regierungsbeamter, Trinker, Jurist, Komponist, Musiker, Kapellmeister, Theaterleiter. Durch seine fantastischen Erzählungen wurde er zu einem der wichtigsten Autoren der deutschen Romantik mit großem Einfluss auch auf die französische Literatur. Hoffmanns Erzählungen zerlegen die spießbürgerliche Welt des Biedermeier in ihre Bestandteile und setzen sie neu zusammen zu unheimlichen Monstern einer sich ankündigenden Moderne.
In seinem musikalischen Theaterabend greift Markus Bothe Offenbachs Idee der Verknüpfung von Dichtung und Wahrheit, von Künstlerbiografie und erfundenen Welten auf und erarbeitet aus den Texten von E.T.A. Hoffmann und Passagen von Offenbachs populärer Musik eine Collage über die Kraft und Ohnmacht der Imagination.
Markus Bothe inszeniert sowohl Opern als auch Schauspiel und arbeitet oft im Grenzbereich zwischen den Genres. Für das Düsseldorfer Schauspielhaus erarbeitete er in der Spielzeit 2011/12 eine Schauspielversion von Mozarts Figaro.
Premiere 20. April 2013

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Frühjahrsboten

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Bis Ende März erwarten wir die neue W.E.T. Kollektion im Haus zu haben. Heute gibt es erste Impressionen:

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